Köln (dpa/tmn) - Früher waren es der Krimskrams, Figürchen und Bilder, die als Dekoration in den Regalen standen. Schaut man sich heute die Möbelkataloge an - und damit, wie die Designer und Inneneinrichter die Wohnräume neuerdings dekorieren - findet man immer mehr Alltagsgegenstände als Hingucker im Regal. Die Trendexperten der Möbelmesse IMM Cologne in Köln (im Januar 2016) haben sich schon mal die Neuheiten der Hersteller angeschaut und fassen die neue Art des Dekorierens zusammen:

- Handtücher werden nicht mehr gestapelt und im Unterschrank des Waschtischs versteckt. Sie liegen nun gerollt und nach Farben sortiert im offenen Regal, daneben steht darin vielleicht sogar noch ein buntes Bild. Geschirr kommt hübsch arrangiert in das offene Regal in der Küche. Dazwischen liegen zum Beispiel Bücher und etwa eine Uhr. Schuhe stehen ebenfalls im offenen Schrank, dekorativ arrangiert.

- Es steht sogar eine neue Kategorie von Möbeln zur Verfügung, in denen nun Alltagsgegenstände als schmückendes Beiwert im Wohnraum unterkommen, etwa Beistelltischchen mit kabelloser Auflade-Station für das Smartphone oder Zeitschriftenregale, in denen die Magazine nicht gestapelt, sondern mit dem Titelblatt nach vorne ausgestellt werden. Auch Blumenbänke erleben ein Comeback.

- Und die wirklichen Deko-Artikel? Sie stehen nicht mehr zu vielen im vollgestopften Regal. Es gibt mehr schlanke Möbel für wenige Teile. Oder an die Wand kommen kleinen Kästchen oder winzige Regale, die nur einzelne, ausgesuchte Elemente präsentieren.

- Ein Comeback erlebt der Setzkasten. Allerdings hat er nicht mehr Dutzend Fächern, sondern die Regale haben höchstens ein oder zwei Unterteilungen, die auch gerne in Reihe stehen.

- Deko-Regel: Auch wenn so mancher Alltags- und Haushaltsgegenstand heute dekorativ im Regal arrangiert wird, es gilt weiterhin: Gezeigt wird nur das, was gesehen werden soll, betonen die Messeexperten. Alles andere verschwinde immer noch hinter Türen und in Schubladen.

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