Celle (dpa) - Die Corona-Pandemie bringt in diesem Jahr Hunderte Miet-Weihnachtsmänner in Deutschland um ihren Job. "In unserem Weihnachtsmann-Netzwerk haben wir uns darauf verständigt, dass wir auf Auftritte verzichten wollen", sagte Willi Dahmen aus Celle, der seit rund 30 Jahren als Santa-Claus-Darsteller bundesweit unterwegs ist.

"Aus Frust habe ich mir letzte Woche meinen Bart abgeschnitten. Der ist nur noch drei Zentimeter lang." Ihm gehe es nicht ums Geld, sagte der 68-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Ich werde die Kinder vermissen. Auch die alten Leute werden mir fehlen. Es ist das Schönste, ihre Reaktionen zu sehen, wenn man in den Raum kommt."

Von Ende November an präsentiert sich Dahmen normalerweise mit seinem langen Rauschebart in Kaufhäusern, auf Firmenfeiern oder Weihnachtsmärkten. Außerdem besucht er Familien und Seniorenheime. "Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn ich irgendwo das Virus reintragen würde", sagte er.

Auch die Arbeitsagenturen in Niedersachsen und Bremen setzen mit der Weihnachtsmann-Vermittlung wegen Corona aus. Bei der privaten Hamburger Agentur Blank & Biehl sind dagegen deutschlandweit Santa-Claus-Auftritte buchbar. "Wir haben ein Hygiene-Konzept aufgestellt", sagte Geschäftsführer Jan Biehl. So könne unter einem Kunstbart unauffällig eine FFP2-Maske getragen werden. Singen sei aus Infektionsschutzgründen in diesem Jahr aber verboten.

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Willi Dahmen - Weihnachtsmann aus Celle

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