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21-Jähriger nach Tötung zweier Patienten in Lüneburg in Psychiatrie

Von dpa
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen.
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Lüneburg - Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Patienten in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg wird ein junger Syrer dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. In dem Sicherungsverfahren entschied das Lüneburger Landgericht am Dienstag, dass der 21-Jährige nur zur Bewährung hinauskommt, falls eine Therapie anschlagen sollte. Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Mann eine „Gefahr für die Allgemeinheit“, laut einem Gutachten liegt eine paranoide Schizophrenie vor (Aktenzeichen 27 Ks 8/21).

Weil er immer wieder Stimmen hörte und sich verfolgt fühlte, brachte seine Familie ihn in die Klinik. Schon in der ersten Nacht tötete er am 19. Februar zwei Mitpatienten im Alter von 54 und 56 Jahren. Dabei drang er in die Zimmer ein. Einen Mann erdrosselte er, auf den zweiten schlug er mit einem Radio ein. Danach randalierte er, bewarf Pflegepersonal und Polizisten mit Stühlen und Porzellangeschirr. Zwei Pflegerinnen und mehrere Beamte erlitten Verletzungen an Armen und Händen.