Strafverfahren gegen Busfahrer

Nach Unfall mit Schulbus im Saalekreis: Anzahl verletzter Schüler steigt auf 33

12.10.2021, 15:14
Unfall im Saalekreis
Unfall im Saalekreis (Foto: Dirk Skrzypczak)

Halle (Saale)/Queis/MZ/dsk - Einen Tag nach dem schweren Busunfall auf der Landesstraße bei Queis ist die Zahl der verletzten Kinder und Jugendlichen am Dienstag auf 33 gestiegen. „Mittlerweile haben sich Eltern gemeldet, die über Beschwerden ihrer Kinder berichten“, sagte Polizeisprecher Sebastian Schultzik der MZ. Am Montag hatte die Polizei noch elf Verletzte gemeldet, darunter waren neun Schüler.

Auf dem Weg zum Gymnasium und zur Sekundarschule in Landsberg hatte der 61 Jahre alte Busfahrer am Montag gegen 7 Uhr beim Linksabbiegen an der Kreuzung Richtung Bageritz die Vorfahrt eines entgegenkommenden Transporters missachtet. Der 41 Jahre alte Fahrer des Kurierdienstes kam schwer verletzt ins Krankenhaus. „Nach unserem Kenntnisstand soll keine Lebensgefahr bestehen. Wie uns der Arbeitgeber des Mannes sagte, ist der 41-Jährige mittlerweile operiert worden“, so Schultzik.

Zum Unfallzeitpunkt etwa 90 Schüler im Bus

Der Busfahrer hatte nach der Kollision den Bus, in dem sich zum Unfallzeitpunkt etwa 90 Schüler befanden, selbst verlassen. Er gilt als leicht verletzt, konnte zum Unfallhergang aber noch nicht befragt werden, wie Schultzik sagte. „Deshalb wissen wir auch nicht, warum er mit dem Bus abbog, obwohl ihm der Transporter entgegenkam.“ Die Ermittlungen würden sich noch einige Zeit hinziehen. Da es bei dem Unfall Verletzte gab, handele es sich automatisch um ein Strafverfahren, das letztlich an die Staatsanwaltschaft abgegeben wird.

Nach Informationen der Polizei sollen die betroffenen Schüler glücklicherweise nicht ernsthafter verletzt sein. Die Beschwerden reichen von Schmerzen und Verrenkungen bis hin zu Schock- und Angstzuständen. Viele Kinder würden das Erlebte erst jetzt schrittweise verarbeiten, sagte der Polizeisprecher.