Spanien

900 Kühe zwei Monate lange auf Frachter

Rund 900 Kühe, befanden sich zwei Monate lang auf einem Frachter eingesperrt. Eigentlich sollten die Rinder in die Türkei exportiert werden.

Von Von Samantha Guenther

Madrid l 864 Kühe, befanden sich seit dem 18. Dezember auf dem Frachter "Karim Allah" eingepfercht. Eigentlich hätten die Milchkühe von Spanien in die Türkei exportiert werden sollen. Weil bei einigen angeblich die Blauzungenkrankheit festgestellt worden ist, hat die Türkei das Schiff nicht anlegen lassen, berichtete am Freitag die Zeitung "El País".

Es handelt sich um eine von Insekten übertragene Krankheit, an der vor allem Schafe, aber auch Rinder und Ziegen erkranken. Für den Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr. Eurogroup for Animals forderte die Europäische Kommission am Freitag erneut auf, "eine gründliche Untersuchung dieser Tiertransporte einzuleiten". Das spanische Landwirtschaftsministerium in Madrid teilte unterdessen mit, alle Kühe würden mit der entsprechenden Gesundheitsbescheinigung und auch frei von der Blauzungenkrankheit exportiert. Die 864 Kühe sollen in Cartagena getötet werden, berichtet Reuters.

In einer ähnlichen Situation befinden sich laut der britischen Zeitung „The Guardian“ zufolge derzeit 1.776 Kühe auf dem Schiff "Elbeik" vor Zypern. Der Versuch, die Kühe in anderen Mittelmeerländern wie etwa Libyen zu verkaufen, sei ebenfalls gescheitert, hieß es. Da festgestellt wurde, dass die Kühe ebenfalls von der Blauzungenkrankheit betroffen waren, wurden die Tiere zurückgewiesen.