44-Jähriger erstochen: Anklage fordert elf Jahre Haft

Von dpa
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen.
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Flensburg - Weil er den neuen Freund seiner früheren Partnerin erstochen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch eine Haftstrafe von elf Jahren wegen Totschlags gefordert. Sie wirft dem heute 36 Jahre alten Angeklagten vor, im September 2020 nach einem wechselseitigen Gerangel in Handewitt bei Flensburg mehrfach mit einem knapp 20 Zentimeter langen Küchenmesser auf den 44-Jährigen eingestochen zu haben. Der 44-Jährige erlitt dabei zwölf Verletzungen - ein 17 Zentimeter tiefer Stich durchstach den Angaben zufolge das Herz. Dies führte innerhalb weniger Minuten zum Tod des Mannes.

Ein Mordmerkmal sah der Staatsanwalt nicht erfüllt. Daher sei der Deutsche wegen Totschlags und nicht wegen Mordes zu verurteilen.

Kurz vor der Tat soll die Frau dem Angeklagten erzählt haben, dass sie mit dem 44-Jährigen, einem Freund des 36-Jährigen, zusammen ist. Die beiden Männer schickten sich daraufhin beleidigende Nachrichten und verabredeten sich, wie der Staatsanwalt ausführte. Beiden ist demnach klar gewesen, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt.

Eine Woche zuvor habe die Frau dem Angeklagten bereits gesagt, dass sie sich trennen wolle, dies habe dieser eigenen Worten zufolge jedoch nicht ernst genommen, sagte der Staatsanwalt.