Baerbock wirft Bundesregierung Versagen bei Afghanistan vor

Von dpa
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Potsdam - Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat der Bundesregierung Versagen im Umgang mit der Lage in Afghanistan vorgeworfen. Es sei wichtig, dass die Grünen eine Politik machten, die anders sei und nicht wie die jetzige Bundesregierung, die „einfach abwartet und sagt, am Ende sind andere dran Schuld“, sagte Baerbock am Samstag bei einem Grünen-Wahlkampfcamp in Potsdam. Sie warf der Bundesregierung vor, sie habe auf dramatische Art und Weise nichts gemacht und dann gesagt, sie habe von nichts gewusst.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) hatten für die Bundesregierung eingestanden, dass sie vom Tempo der Machtübernahme durch die Taliban überrascht worden seien. Die Bundeswehr begann nach der Machtübernahme durch die militant-islamistischen Taliban in dieser Woche damit, Schutzsuchende aus Afghanistan in Sicherheit zu bringen. Die Opposition im Bundestag wirft der Regierung vor, die Ausreise der afghanischen Helfer von Bundeswehr und Bundesregierung verschleppt zu haben.