Beirat: Konzept in Schulen an Infektionsgeschehen koppeln

Von dpa 21.07.2021, 17:44
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt während des Unterrichts auf einem Atlas.
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt während des Unterrichts auf einem Atlas. Matthias Balk/dpa/Illustration

Erfurt - Der wissenschaftliche Corona-Beirat der Landesregierung hat nach Angaben der Staatskanzlei empfohlen, das Testkonzept an Schulen an das Infektionsgeschehen zu koppeln. Es gebe dazu eine Kontroverse, hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Mittwoch. Zuvor hatten unter anderem die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen immer wieder gefordert, die Testpflicht an Schulen beizubehalten. Auch die Linke-Fraktion hatte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) dazu angeregt, die Abschaffung zu überdenken - ohne Erfolg.

Holter schaffte die Testpflicht ab - behielt sich aber ausdrücklich offen, sie je nach Infektionsgeschehen wieder einzuführen. Nach Ansicht des Beirates der Landesregierung befindet sich Thüringen bereits in einer vierten Infektionswelle. Allerdings habe sich vor allem Dank der Impfungen die Risikobewertung geändert.

Wichtige Ziele des Pandemiemanagements könnten künftig auch mit weniger einschneidenden Schutzmaßnahmen erreicht werden, erklärte die Vorsitzende des Beirates, Petra Dickmann. Dazu gehörte etwa der Schutz derjenigen, die bei einer Infektion ein Risiko haben, schwer zu erkranken oder zu versterben sowie die Verhinderung der Überlastung des Gesundheitswesens. „Mit der zunehmenden Verfügbarkeit der Impfungen und einer steigenden Impfquote ist eine neue Situation entstanden“, so Dickmann.