Corona-Regeln sollen größtenteils verlängert werden

Die Infektionszahlen in Thüringen sind niedrig, die Tendenz aber schon wieder steigend. An den meisten Pandemie-Regeln im Freistaat soll sich erstmal nichts ändern. Doch auch weitere Lockerungen sind nicht geplant.

Von dpa
FFP2-Masken mit CE-Zertifizierung liegen auf einem Tisch.
FFP2-Masken mit CE-Zertifizierung liegen auf einem Tisch. Rolf Vennenbernd/dpa/Illustration

Erfurt - In Thüringen sollen die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen größtenteils verlängert werden. Das sieht ein Entwurf für eine neue Corona-Verordnung vor, der bereits in der vergangenen Woche im Parlament diskutiert wurde. Die Regeln sollen nach Plänen des Thüringer Gesundheitsministeriums am Dienstag verkündet werden und dann am Mittwoch in Kraft treten. Anders als etwa das benachbarte Sachsen will Thüringen auch im August noch an der Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr festhalten.

Thüringen war im Winter und Frühjahr monatelang das Bundesland mit den höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwerten deutschlandweit. Erst die Einführung der Bundesnotbremse und zunehmend sommerliches Wetter brachten die Kehrtwende mit fallenden Infektionszahlen.

Zuletzt stieg die Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht an - blieb aber auf einem niedrigen Niveau. Mit Stand vom Montag lag der Wert in Thüringen bei 5,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Die aktuellen Corona-Regeln sehen nur noch wenige Einschränkungen vor. Allerdings verpflichten sie die Kommunen zum Handeln, wenn bestimmte Inzidenz-Grenzwerte überschritten werden. Als wichtige Schwellenwerte gelten Inzidenzen von 35, 50 und 100.