Diesel-Kläger können nach Verkauf auf Schadenersatz hoffen

Von dpa
Eine Justitia an einem Gerichtsgebäude.
Eine Justitia an einem Gerichtsgebäude. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Karlsruhe - Im Dieselskandal haben Kläger auch dann gute Aussichten auf Schadenersatz, wenn sie ihr Auto inzwischen weiterverkauft haben. Das wurde am Dienstag bei zwei Verhandlungen am Bundesgerichtshof deutlich. Nach vorläufiger Einschätzung des sechsten Zivilsenats ist - etwa für Berechnungen etwaiger Ansprüche - an die Stelle des Wagens der Verkaufspreis getreten. Der Anwalt von Volkswagen hingegen argumentierte in Karlsruhe, wenn der Kläger das Auto nicht mehr zurückgeben könne, falle der Schadenersatz geringer aus. Wann die Richter ein Urteil verkünden, wollten sie später entscheiden (Az.: Az. VI ZR 575/20 und VI ZR 533/20).