Justizangestellte wegen Drogenhandels angeklagt

Von dpa
Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Hamburg - Im Zusammenhang mit einem Drogenschmuggel in die Hamburger Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen eine frühere Justizangestellte erhoben. Die Vorwürfe gegen die 37-Jährige lauteten Bestechlichkeit in einem besonders schweren Fall und bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, teilte eine Sprecherin der Anklagebehörde am Dienstag mit.

Die Justizangestellte war Anfang Juni vergangenen Jahres dabei erwischt worden, als sie in einem Rucksack ein Paket in das Gefängnis bringen wollte. Das Paket wurde ungeöffnet der Polizei übergeben, die Mitarbeiterin durfte die JVA nicht mehr betreten, wie der Senat im selben Monat auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion mitgeteilt hatte. Später erhielt die Frau ihre Kündigung, wogegen sie erfolglos vor dem Arbeitsgericht klagte. Gegen drei weitere Personen seien Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung, allesamt im besonders schweren Fall, eingeleitet worden, hieß es.