Landesamt: Ehec-Epidemie 2011 und Corona nicht vergleichbar

Von dpa

Oldenburg - Die Ehec-Epidemie in Norddeutschland vor zehn Jahren und Corona lassen sich nach Ansicht der niedersächsischen Lebensmittelaufsicht nicht vergleichen. „Im Jahr 2011 handelte es sich um einen - wenn auch sehr großen - lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch, wohingegen die Covid-19-Erkrankung zu einer Pandemie geführt hat“, sagte Eberhard Haunhorst, Präsident des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves). Das Coronavirus verbreite sich nicht über Lebensmittel, sondern durch die Luft. „Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist damit relativ gut möglich.“

Ausgelöst durch verunreinigte Sprossen, waren im Frühsommer 2011 etwa 3850 Menschen an schweren Magen-Darm-Krankheiten erkrankt. 53 Menschen starben durch die Infektion mit einer Unterart des Bakteriums Escherichia coli (Ehec). Nach langer Suche wurde ein Biohof im Kreis Uelzen als gemeinsame Quelle der verseuchten Sprossen identifiziert. Als Lehre aus dem Ausbruch seien die Kontrollen über pflanzliche Produkte und gerade auch über Sprossen verstärkt worden, teilte das Laves mit.