Pachtpreise für Landwirtschaftsflächen im Norden gestiegen

Von dpa
Blick auf ein Kartoffelfeld.
Blick auf ein Kartoffelfeld. Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Kiel - Bauern in Schleswig-Holstein müssen für Anbauflächen, die ihnen nicht selbst gehören, immer mehr Pacht bezahlen. Wurden 2016 durchschnittlich noch 428 Euro pro Hektar und Jahr fällig, waren es 2020 bereits 460 Euro, wie das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein am Dienstag mitteilte. Der Preisanstieg war bei Ackerland mit acht Prozent auf 547 Euro pro Hektar deutlich höher als bei Dauergrünland mit zwei Prozent auf 305 Euro. Ein Hektar sind 10.000 Quadratmeter, das entspricht einer Fläche von 100 mal 100 Metern.

Für Pachtverträge, die in den vergangenen zwei Jahren neu abgeschlossenen wurden, stieg der Preis auf durchschnittlich 526 Euro pro Hektar. Für Ackerland waren es 605 Euro, für Dauergrünland 321 Euro. Die höchsten durchschnittlichen Pachtentgelte für Ackerland wurden in den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg mit gut 650 Euro ermittelt.

In Schleswig-Holstein bewirtschafteten 2020 knapp 12.200 landwirtschaftliche Betriebe rund 983.000 Hektar Land. Davon waren knapp 529.200 Hektar oder 54 Prozent Pachtflächen.