Prozess um Wolfsabschuss: „Auf einmal ist er tot, ganz tot“

Von dpa
Ein Wolf streift durch ein Gehege.
Ein Wolf streift durch ein Gehege. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Potsdam - Im Prozess um den Abschuss eines Wolfes in Brandenburg hat der angeklagte Jäger die Tat gerechtfertigt. Das Tier habe die Jagdhunde angegriffen, sagte der 61-Jährige am Montag vor dem Amtsgericht Potsdam. „Ich muss den Wolf erschießen und die Hunde retten. Und auf einmal ist er tot, ganz tot“, beschrieb der Unternehmer die Situation dem Richter.

Die Staatsanwaltschaft hat den 61-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz angeklagt. Im Frühjahr 2019 soll er während einer Jagd im Fläming südwestlich von Berlin einen Wolf erschossen haben. Zeugen hatten angegeben, das Tier habe zuvor die Jagdhunde angegriffen. Das Gericht will acht Zeugen hören. Noch am Montag soll ein Urteil ergehen.