Tierbestände in Thüringer Landwirtschaft rückläufig

Von dpa 02.07.2021, 13:06
Schafe fressen auf einer Wiese von Ginstersträuchern.
Schafe fressen auf einer Wiese von Ginstersträuchern. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Erfurt - In der Thüringer Landwirtschaft werden immer weniger Nutztiere gehalten. Das betrifft sowohl Rinder und Schweine als auch Hühner und Schafe, wie das Landesamt für Statistik am Freitag in einer Auswertung der Agrarzählung von 2020 mitteilte. Im Vergleich zur Zählung 2016 fiel der Rückgang am drastischsten bei Rindern und Schweinen aus, deren Bestände sich in diesem Zeitraum um 11 beziehungsweise 10,2 Prozent verringerten. Gehalten wurden rund 287.400 Rinder und 686.500 Schweine. Außerdem erfasste die Zählung rund 156.450 Schafe, was einem Minus von 2,8 Prozent entspricht. Die Zahl der Hühner in Agrarbetrieben verringerte sich von knapp 3,3 Millionen auf unter 3 Millionen Tiere (2,98 Millionen).

Die Zahl der Tierhaltungsbetriebe ist laut Landesamt im vergangenen Jahr mit 2593 zwar annähernd konstant blieben (2016: 2597), allerdings gibt es erhebliche Unterschiede je nach Tierart. So verringerte sich die Zahl der Schweinehalter in diesem Zeitraum um 11,8 Prozent auf 566 und die der Rinderhalter um 1,7 Prozent auf 1739. Eine sehr viel stärkere Abwärtstendenz zeigte sich bei Milchviehbetrieben, innerhalb von vier Jahren gab demnach fast ein Drittel der Milchviehhalter auf. Hingegen erhöhte sich die Zahl der Schafhalter um 8,1 Prozent auf 723 Betriebe. Die Zahl der Betriebe mit Hühnerhaltung nahm im beobachteten Zeitraum von 820 auf 857 zu.

Gemessen am Bundesdurchschnitt sind Thüringer Tierhaltungsbetriebe deutlich größer. So hielt ein Milchviehbetrieb in Thüringen 2020 im Schnitt 293 Milchkühe, bundesweit waren es 72 je Betrieb. In einem Schweinebetrieb standen in Thüringen durchschnittlich 1213 Tiere (2016: 1191), bundesweit waren es 826. Auf einen Thüringer Schäferbetrieb kamen im Schnitt 216 Tiere - bei einem Bundesdurchschnitt von 91 Schafen je Betrieb.