Trotz Corona: Staatsoper plant Ur- und Erstaufführungen

Von dpa
Die Staatsoper am Georgsplatz in der Innenstadt.
Die Staatsoper am Georgsplatz in der Innenstadt. Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Hannover - In der Corona-Pandemie sinken die Inzidenzen - und die Staatsoper Hannover hofft auf einen reibungslosen Neustart in der kommenden Spielzeit 2021/2022. Nach der langen Spielpause wegen der Pandemie bestehe der Opern-Spielplan aus neuen Inszenierungen und Produktionen, die in der noch laufenden Spielzeit entfallen mussten, erklärte Intendantin Laura Berman. Auch ohne stringentes Motto gebe es „Themen, die uns immer wieder beschäftigen. Zentral ist dabei die Infragestellung alter Gesellschaftssysteme und von Machtstrukturen, die nicht mehr funktionieren“, sagte sie. Die Staatsoper Hannover wurde im vergangenen November mit dem „Oper!-Award“ ausgezeichnet.

Geplant sind eine Reihe von Ur- und Erstaufführungen, darunter die ursprünglich in der laufenden Spielzeit vorgesehene Uraufführung „Der Mordfall Halit Yozgat“ von Ben Frost, ein Auftragswerk der Staatsoper, im März 2022. Bohuslav Martinůs Oper „The Greek Passion“ wird ebenfalls nachgeholt. Für Juni 2022 ist die Neukreation „A Wilde Story“ von Ballettdirektor Marco Goecke geplant - inspiriert von den Märchen, Erzählungen und Gedichten von Oscar Wilde.

Auch Opern-Klassiker wie Verdis „Otello“ oder Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ sollen auf die Bühne gebracht werden, dazu Wiederaufnahmen von Bizets „Carmen“ oder Rossinis „Barbier von Sevilla“.

Eröffnungspremiere der Staatsoper am 25. September ist diesmal keine Oper, sondern ein Ballett - die Uraufführung von „Toda“, hebräisch für „danke“. Es handele sich um ein Stück des israelischen Choreographen Nadav Zelner - und seine erste abendfüllende Neukreation mit Orchester in Deutschland. Darin geht es um die Selbstentdeckung. „Spannend sind starke, sinnliche und eigenwillige Inszenierungen. Ich suche immer nach sehr persönlichen, erkennbaren künstlerischen Handschriften, die einen eigenen Kosmos kreieren“, sagte Berman. Sie hoffe auch, dass in der Staatsoper wieder „viel gelacht“ werde.