Weniger Datenklau an Niedersachsens Geldautomaten

Immer wieder versuchen Kriminelle an Geldautomaten an die Daten der Kunden zu kommen. Der Schaden kann hoch ausfallen. Die Zahl der sogenannten „Skimming“-Fälle sinkt jedoch immer weiter.

Von dpa
Eine Bankkundin hebt mit ihrer Girokarte Bargeld von einem Geldautomaten ab.
Eine Bankkundin hebt mit ihrer Girokarte Bargeld von einem Geldautomaten ab. Fabian Sommer/dpa

Hannover - Der Diebstahl von Daten an Geldautomaten hat im laufenden Jahr in Niedersachsen etwas abgenommen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 habe es zwölf solcher „Skimming“-Fälle gegeben, wie die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme auf Anfrage mitteilte. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es noch 15 Fälle, im gesamten letzten Jahr waren es 20. 

Beim sogenannten „Skimming“ manipulieren Kriminelle zum Beispiel Schlitze an den Geldautomaten, um so die Bankkarten auszulesen. Manchmal wird auch per Mini-Kamera die PIN-Eingabe gefilmt oder über einen Aufsatz auf der Tastatur am Eingabefeld des Automaten gespeichert. 

Deutschlandweit liegt Niedersachsen mit den „Skimming“-Fällen hinter Bayern mit 41 Fällen im laufenden Jahr auf Platz zwei. In ganz Deutschland ist dabei in diesem Jahr bisher ein Bruttoschaden von 293 000 Euro entstanden. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug dieser mit 668 000 Euro noch mehr als doppelt so viel. „Skimming ist ein absolutes Auslaufmodell, es lohnt sich für die Täter einfach nicht mehr“, bilanzierte Margit Schneider von Euro Kartensysteme. „Ich gehe davon aus, dass wir im nächsten Jahr nur noch vereinzelt Fälle haben werden.“ Neben Niedersachsen und Bayern gab es in diesem Jahr außerdem noch fünf „Skimming“-Fälle in Hessen, vier in Nordrhein-Westfalen und einen in Brandenburg.