Zahl der Kaffee-Röster nimmt zu

Von dpa

Lüneburg/Hamburg - Nach der Aufgabe vieler kleiner Kaffeeröster Anfang der 60er Jahre in Deutschland ist die Branche inzwischen wieder im Aufwind. „Mit dem Aufkommen von Supermärkten und Vakuumverpackungen begann in den 50er/60er Jahren das Sterben der Kleinen“, sagt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbands mit Sitz in Hamburg. Vor 15 Jahren waren nach seinen Angaben noch 100 Röstereien in Deutschland übrig, heute seien es schon wieder 900. „Das verdeutlicht das signifikante Wachstum in den letzten Jahren.“ Mancher Koch rüste um. Zudem werde Personal in der Branche gesucht.

Früher sei es wichtig gewesen, die gemahlene Bohne lange haltbar zu machen, inzwischen sei die frisch geröstete angesagt: „Das können die Kleinen oft besser erfüllen als die Großen.“ Aber auch die Kapsel halte sich am Markt: „Sie hält das Aroma sensationell frisch, für eine Tasse zwischendurch wird sie viel genutzt“, berichtet Preibisch.