Zahl der Tabak-Abhängigen steigt in Bayern stark an

Von dpa
Eine Hand hält eine Zigarette.
Eine Hand hält eine Zigarette. Jens Kalaene/zb/dpa/Symbolbild

München - In Bayern gibt es immer mehr Menschen, die wegen einer Tabakabhängigkeit therapiert werden. Das geht aus Daten der Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hervor. Vor zwei Jahren wurden rund 14.300 KKH-Versicherte aus dem Freistaat wegen Tabakabhängigkeit, Entzugserscheinungen, eines akuten Tabakrauschs oder psychischer Probleme aufgrund von Tabak behandelt - im Vergleich zu 2009 sei das ein Plus von rund 73 Prozent, teilte die Krankenkasse am Donnerstag mit. Die Dunkelziffer sei vermutlich weitaus höher, denn die Daten basierten nur auf ärztlich diagnostizierten Tabakmissbrauch.

Im Bundesländervergleich liege Bayern trotz dieses deutlichen Anstiegs im Mittelfeld. Am kritischsten sei die Lage in Thüringen: Dort stieg der Anteil an in Behandlung befindlichen Exzessiv-Rauchern um rund 146 Prozent, berichtete die KKH vor dem Weltnichtrauchertag am kommenden Montag. Angaben zur Frage, warum die Zahlen gestiegen sind, machte die KKH nicht.

Eine von der Krankenkasse beauftragte bundesweite Erhebung zum Raucherverhalten in der Corona-Krise hat darüber hinaus ergeben, dass 17 Prozent aller befragten Raucher seit der Pandemie häufiger zur Zigarette greifen. Nur drei Prozent hätten seitdem aufgehört.