Oslo (ds/dpa) l Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (UN) . Die Entscheidung wurde soeben bekanntgegeben. Die UN-Organisation werde damit unter anderem für ihre Bemühungen im Kampf gegen den Hunger sowie ihren Beitrag zur Verbesserung der Friedensbedingungen in Konfliktgebieten ausgezeichnet, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, bei der Preis-Bekanntgabe in Oslo.

Aus 318 Kandidaten, bestehend aus 211 Einzelpersonen und 107 Organsiation, konnte das Komitee für den Friedensnobelpreis in Oslo in diesem Jahr wählen. Im Vorjahr ging die Auszeichnung an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Er wurde für seine Friedensbemühungen im Grenzkonflikt zwischen Äthiopien und Eritrea geehrt.

Bisher fünf Deutsche ausgezeichnet

In der Aneinanderreihung der Nobelpreis-Verkündungen ist die Bekanntgabe des Friedensnobelpreisträgers jährlich der Höhepunkt, denn die Ehrung gilt als wichtigste Auszeichung einer Persönlichkeit (oder Organisation) weltweit. Aus Deutschland gab es bisher fünf Preisträger: Gustav Stresemann (1926), Ludwig Quidde (1927),
Carl von Ossietzky (1935), Albert Schweitzer (1952) und Willy Brandt (1971).

Der Friedenspreis wird übrigens als einzige der Nobel-Auszeichungen von einem norwegischen Komitee vergeben - alle anderen für Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Wirtschaft in Schweden.