Berlin (dpa) l Die deutsche Rüstungsindustrie sollte nach Ansicht von Greenpeace im Kampf gegen das Coronavirus ihre Produktion umstellen. Statt Rüstungsgüter herzustellen sollten sie dringend benötigtes medizinisches Material wie Beatmungsgeräte und medizinische Schutzkleidung fertigen, forderte die Organisation in einem Dienstag verbreiteten offenen Brief.

Die Organisation verwies auf Rheinmetall. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Montage medizinischer Instrumente – wie Beatmungsgeräte – zu prüfen. "Diese besondere Notsituation verlangt, dass Rüstungskonzerne umstellen.

Sie sollten die Fähigkeiten ihres hoch qualifizierten Personals nutzen, um Güter zu produzieren und Dienstleistungen bereitzustellen, die wir dringend im Kampf gegen das Coronavirus benötigen", forderte Thomas Breuer, Leiter des Friedensteams von Greenpeace, in einer Mitteilung.