Magdeburg l Schon mal was von Sir Wilfried Laurier gehört? Der siebente Premierminister Kanadas (1841-1919) ziert die Fünfdollarnote. Näheres wissen die meisten Kanadier auch nicht. Außer: Der Typ hat unheimliche Ähnlichkeit mit, ja, Mr. Spock. Dem merkwürdigen Vulkanier aus dem Kino- und TV-Ereignis „Star Trek“. Dem mit den spitzen Ohren und der Betonfrisur irgendwo zwischen Ingo Appelt und Gabriele Krone-Schmalz.

Die Kanadier jedenfalls haben einen neuen Volkssport entdeckt, das „Fünfer-Spocken“. Das geht so: Mit Fineliner oder Edding aus dem drögen Uralt-Präsidenten einen feschen Außerirdischen zaubern und das Ergebnis dann ins Netz stellen.

Kunst darf ja bekanntlich alles. Die Bank von Kanada bittet dennoch inzwischen inständig, die Malereien auf den Geldscheinen zu unterlassen.

Sie könnten Sicherheitsmerkmale beeinträchtigen und die Lebensdauer der Scheine verringern. Leider so ziemlich genau das Gegenteil von Spocks berühmtem Vulkanier-Gruß „Lebe lang und in Frieden“.