Köln l Dass Männer dem Putzen oft eine geringere Bedeutung zumessen als Frauen, ist gemeinhin bekannt. Ob Wollmäuse unterm Bett oder Wasserflecken am Duschkopf – für viele gilt die Devise: Wenn ich den Dreck nicht seh’, dann sieht er mich auch nicht. Doch wer hätte geahnt, dass sich ihre Muffel-Mentalität nicht nur auf den Haushalt bezieht?

Kurz vorm Welttag des Händewaschens, den wir am Donnerstag zelebrieren, kommt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit schmutzigen Fakten daher: Einer Beobachtungstudie zufolge benutzt nicht mal jeder dritte Mann auf Raststätten-Toiletten Wasser und Seife. Damen kann man demnach deutlich besseren Gewissens die Patsche schütteln: Bei ihnen liegt die Quote bei 64 Prozent.

Nur wie erklärt sich das? Denkbar wäre, dass Männer genau das vermeiden wollen, weswegen Frauen immer zu zweit aufs Klo gehen: Lästereien am Waschbecken.

Einen weiteren Erklärungsansatz liefert eine Studie aus Kanada. Die allerdings sollte eher den Frauen zu denken geben: Denn den Forschern zufolge haben Menschen dann einen Drang zur Handwäsche, wenn sie sich moralisch befleckt fühlen.