Gotha l Menschen in Thüringen haben recht sonderbare Ideen. So wie ein 76-jähriger Herr aus Gotha, der ein Marderproblem hatte. Mit einer Heißluftpistole versuchte er, besagtes Tierchen zu vertreiben. Dabei hat er allerdings etwas zu viel gefackelt und die Fassade seines Hauses in Brand gesteckt. Eine Holzfassade! Darin hatte sich das Marderchen versteckt.

Der Vorfall sorgte für einiges Aufsehen. Als die Fassade zu brennen begann, hatte der Rentner zunächst versucht, den Brand allein mit einem Wasserschlauch zu löschen. Vergeblich. Die Feuerwehr musste anrücken. Wasser marsch! Der beim Brand und der Löscherei entstandene Sachschaden soll sich auf etwa 5000 Euro beziffern.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Auch nicht der Marder. Zumindest hat man keinen angekokelten Marder gefunden. Ganz im Gegenteil. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es in den Bäumen rund um das Eigenheim des 76-Jährigen zu einer auffälligen Ansammlung von Mardern gekommen sein, die dem Treiben interessiert zugeschaut haben.

Mehr noch. Sie sollen laut gekichert haben, als die Feuerwehr vorfuhr. Zu vermuten ist, dass der Übeltäter-Marder, der sich in der Fassade versteckt hatte, nach den Löscharbeiten wieder hervorgekrochen kam und sich mit seinen Artgenossen abgeklatscht hat. „Take five“, nennt sich dieser Brauch übrigens auch in der Welt der Marder. Und der 76-Jährige? Der hat hoffentlich keine Schrotflinte. Nicht, dass wirklich noch etwas passiert.