Hannover (dpa) l Der Angeklagte habe die 61-Jährige, die ihm Deutschunterricht gab, gefesselt und geknebelt und ihren Kopf mit Paketband umwickelt, so dass sie qualvoll erstickte, sagte Staatsanwältin Wiebke Gratz.

Zuvor habe der 33-Jährige im August 2019 seine Bekannte gezwungen, ihm das Versteck für ihr Vermögen preiszugeben. Die Frau besaß in ihrer Wohnung rund 69.000 Euro in bar sowie Goldmünzen und Schmuck im Gesamtwert von knapp 100.000 Euro. Beide hatten laut Anklage zwischenzeitlich ein sexuelles Verhältnis. Die in einem Kriechboden versteckte Leiche wurde erst gut zwei Wochen später entdeckt.

Zum Prozessauftakt schwieg der Mann, der 2015 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen war. Wegen fehlender Papiere konnte er laut seinem Verteidiger nicht abgeschoben werden.