Halle (dpa) l Sachsen-Anhalts Arbeitsmarkt hat im Februar noch Winterschlaf gehalten. Die Arbeitslosigkeit sei im Februar im Vergleich zum Vormonat nur geringfügig gesunken, die Arbeitslosenquote gleich geblieben, teilte die Landesarbeitsagentur  am Mittwoch mit. Agentur-Chef Kay Senius betonte zugleich: "Viele Indikatoren zeigen an, dass der Motor nach der Winterphase langsam wieder anspringt."

So ging die Zahl der Entlassungen zurück, es gab wieder mehr Einstellungen. Dazu komme ein dickes Plus bei den neu gemeldeten Stellen. "Hier zeigt sich bereits jetzt der Bedarf der Arbeitgeber für die kommenden Monate", betonte Senius. Er rechnet damit, dass sich die Arbeitslosigkeit ab März wieder nach unten bewegt.

Im Februar waren 99.400 Menschen ohne Arbeit registriert, 300 weniger als im Januar und 11.200 weniger als im Vorjahresmonat. Die Quote verharrte bei 8,7 Prozent. Jeder dritte Erwerbslose ist langzeitarbeitslos, also länger als ein Jahr ohne Job. Im Länderranking liegt Sachsen-Anhalt gleichauf mit Berlin und vor Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.

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Nach Landkreisen war die Arbeitslosigkeit im Februar in Mansfeld-Südharz mit 11,7 Prozent am höchsten, gefolgt von Stendal mit 10,6 Prozent. Die niedrigste Quote verzeichnete der Landkreis Börde mit 6,2 Prozent und der Harz mit 6,9 Prozent.

Die Unterbeschäftigung – das sind die Arbeitslosen plus Menschen in Maßnahmen oder Kranke – umfasste im Februar 138.200 Frauen und Männern. Das waren nur 100 weniger als im Januar, aber 14 400 weniger als vor einem Jahr.

Arbeitgeber und Behörden meldeten im Februar 5600 neue Stellen. Das waren 1800 mehr als im Januar. Damit haben Arbeitsagenturen und Jobcenter 19.300 freie Stellen im Angebot. Durchschnittlich vergehen 143 Tage, bis eine Stelle besetzt werden kann.Nach Landkreisen war die Arbeitslosigkeit im Februar in Mansfeld-Südharz mit 11,7 Prozent am höchsten, gefolgt von Stendal mit 10,6 Prozent. Die niedrigste Quote verzeichnete der Landkreis Börde mit 6,2 Prozent und der Harz mit 6,9 Prozent.