Mit provokanten Werbekampagnen versucht die Bundeswehr ihr angestaubtes Image aufzupolieren und Fachkräfte zu gewinnen. Das Stiefkind der Deutschen ächzt nach Aufmerksamkeit. Und wie? Mit Humor. Daran ist nichts auszusetzen. Im Gegenteil. Problematisch wird es nur dann, wenn der Witz auf der Strecke bleibt.

Ob „Gas, Wasser, Schießen“, Plakate mit dem Hashtag „Führen“ oder der Slogan „Job FORT?“, mit dem die Bundeswehr vor dem krisengeplagten Ford-Werk in Köln um eigene Arbeitskräfte buhlte: Die Werbung der Bundeswehr liefert Gesprächsstoff. Das Ziel einer jeden Kampagne, nämlich unbedingt aufzufallen, ist damit erreicht.

Allerdings ist das auch möglich, ohne erschreckend schnell dunkle Assoziationen zu wecken, Arbeitern noch einmal im Billboard-Format die baldige Arbeitslosigkeit vor Augen zu halten oder einer blonden Soldatin das Wort „Führen“ in Großbuchstaben vor die Brust zu knallen. Geistreich und humorvoll – auch das hat Klasse.