Hannover (dpa) l Das wichtige Weihnachtsgeschäft läuft für viele Einzelhändler in Niedersachsen und Bremen bislang eher verhalten – dennoch sind die Händler voller Hoffnung. "Wir gehen davon aus, dass da noch was passieren wird", sagte Mark Alexander Krack, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen, der Deutschen Presse-Agentur. Die Einzelhändler seien "hoffnungsfroh", dass es besser werde – zumal sie noch zwei Samstage vor Weihnachten vor sich hätten. In den ersten beiden Dezember-Wochen sei das Geschäft allerdings "nicht bombastisch" gelaufen, im November seien die Händler zudem "gar nicht glücklich" gewesen.

Die großen Städte wie Hannover und Bremen kompensierten dies etwas besser als die Mittelzentren, erklärte Krack. Zu begründen sei das verhaltene Weihnachtsgeschäft nur schwer, zumal die wirtschaftliche Lage gut sei. Möglicherweise gingen die Menschen aber dazu über, ihre Weihnachtseinkäufe erst im letzten Moment zu erledigen – schließlich falle Heiligabend auf einen Montag, daher sei am Wochenende davor noch Zeit: "Der 22. Dezember wird ein umsatzfreundlicher Tag werden", kündigte Krack an.

Online-Handel als ernster Konkurrent

Eine Rolle spiele möglicherweise der Online-Handel – vor allem bei Büchern, CDs und technischen Geräten. Kleidung oder Düfte seien aber klassischerweise im stationären Handel gefragt, zudem lockten Weihnachtsmärkte die Menschen in die Innenstädte. Grundsätzlich habe der Online-Handel einen Anteil von 10 bis 14 Prozent. Er könne Händlern nur raten, "sichtbar auf digitalen Geräten zu sein", mahnte der Verbands-Hauptgeschäftsführer.

Nach einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter etwa 350 Betrieben deutet sich ein leicht schwächeres Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr an. Schwierig sei die Lage derzeit in vielen Innenstädten – dort äußerte sich laut HDE nur jeder vierte Einzelhändler zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft.