Bund und EU erlegen den Landwirten immer strengere Vorgaben für den Umweltschutz auf. Große Spielräume gibt es an einigen Stellen nicht. Beispiel Düngeregeln: Hier musste Deutschland die Zügel gerade erst erneut straffen. Wegen der Nitratbelastung in vielen Regionen hätte andernfalls ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gedroht. In Bayern wurde ein Volksbegehren zum Erhalt der Artenvielfalt zum erfolgreichsten der Geschichte des Freistaats. Politik muss solche gesellschaftlichen Stimmungen aufgreifen, dazu werden Volksvertreter gewählt. Grundsätzlich gilt trotzdem: Es ist absurd, Auflagen auf europäischer Ebene immer weiter anzuheben, wenn das Ergebnis lautet, dass die heimische Landwirtschaft – mit den im globalen Vergleich schon heute höchsten Umweltstandards – auf der Strecke bleibt.

Was nützen die besten Standards, wenn Höfe schließen und gleichzeitig massenhaft Palmöl und Soja importiert werden, die unter Zerstörung des Regenwalds angebaut werden. Eine Politik mit solchen Folgen ist nicht ökologisch, sie ist kurzsichtig.