Nürburg (dpa) - Rennfahrer an Simulatoren mit Lenkrad, Schaltung, Pedalen, Kopfhörern und Bildschirmen: Der Nürburgring wird an diesem Wochenende zum Schauplatz des virtuellen Motorsports mit internationalen Szenegrößen.

"Wir haben die wichtigste Veranstaltung dieser Art weltweit entwickelt", versichert der langjährige Rennfahrer und ADAC-Mitarbeiter Marc Hennerici. Bei der ADAC Simracing Expo am 92 Jahre alten Nürburgring in der Eifel können Besucher von Freitag bis Sonntag auf einer riesigen Videowand virtuelle Rennen verfolgen und Messestände zu digitalem Motorsport anschauen.

Laut Hennerici ist Simracing "die einzige E-Sportart, die wirklich vergleichbar ist mit dem realen Sport". Bei den modernsten beweglichen Simulatoren mit sieben elektrischen Dämpfern (Aktoren) seien sogar die Stresshormone bei Zweikämpfen mit Konkurrenten identisch.

"Auch die jüngeren Formel-1-Piloten bereiten sich heute mit Simulatoren vor", ergänzt der Spross einer Rennfahrerfamilie. Die ältere Generation sei dagegen wie der verunglückte siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher oft vom Kartsport gekommen.

Virtueller und realer Motorsport berühren sich teilweise - der ADAC Mittelrhein teilt zur Simracing Expo mit: "Phoenix Racing gewann das echte 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2019 – deren eSports-Team ist ebenfalls mit dabei. Einer der erfolgreichsten deutschen Rennfahrer, Frank Biela, schickt auch ein Team ins Rennen."

Darüber hinaus können sich am Wochenende am legendären Nürburgring Fans von ferngesteuerten Modellautos (RC-Cars) und von Modellrennbahnen mit sogenannten Slotcars auf großen Parcours austoben.

Die erste ADAC Simracing Expo am Nürburgring ging 2014 in sehr kleinem Rahmen über die Bühne. Bei der Auflage 2018 waren es laut Hennerici rund 13.000 Besucher vor Ort und mehr als 200.000 Zuschauer in Livestreams plus etwa 1,5 Millionen spätere Klicks bei Videoclips.

ADAC Simracing Expo 2019