Köln/Duisburg (dpa) - Schauspieler Heino Ferch (57, "Der Untergang") ist für einen Film über die Mafia in die italienische Region Kalabrien gereist - und erschrocken.

"In jeder Kurve lagen 200 Säcke Müll, die Straßen sind kaputt. Da wird offensichtlich, wie korrupte Strukturen sich auswirken", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Ich war schon schockiert, dass es zwei Flugstunden von uns entfernt quasi Wild-West-Verhältnisse gibt."

Mit seinem Handy habe er selbst Fotos von Einschusslöchern in Straßenschildern gemacht. "Vergleichsweise sind wir in Deutschland im Land der Glückseligen", sagte Ferch, "Corona hin oder her".

Ferch drehte in Kalabrien für den Film "Die Spur der Mörder", der als Vorlage die Mafiamorde von Duisburg aus dem Jahr 2007 hat. Er ist am Montag (12. Oktober, 20.15 Uhr) im ZDF zu sehen.

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Die Spur der Mörder