Halberstadt l Beim 2:3 am Freitagabend verkaufte sich das Germania-Team von Trainer Florian Köhler ordentlich. Der Coach schickte eine Mischung aus zweiter und A-Junioren-Mannschaft in das Rennen. Beim Gast aus Westerhausen standen etliche ehemalige Halberstädter im Aufgebot. Allein zehn Kicker der Startelf haben eine Germania-Vergangenheit. Ein Großteil davon durchlief wie der Gastgeber die gute Nachwuchsschule im Leistungszentrum rund um das Friedensstadion.

Beim Verbandsligisten zog Florian Eggert, bis zum Frühjahr Regionalligaspieler des VfB Germania, die Strippen. Einen Freistoß nahe der Strafraumgrenze beförderte er maßgenau in das obere linke Eck zum 0:1 (11.). Danach drückte der Gast die jungen Germanen oft in deren Hälfte. Lohn für die intensive „Bespielung“ war der zweite Treffer nach einer halben Stunde durch Kai Rathsack.

Anschluss nach der Halbzeit

Noch vor der Pause schafften die A-Junioren den Anschluss. Das Tor resultierte aus einem Konter. „Wir haben bewusst tief gestanden, um die Räume eng zu machen, und dann wiederum mit den schnellen Spielern bei Kontern in größere Räume vorzustoßen“, fasste Köhler das 1:2 durch Jannis Lisowski zusammen. „Das hat beim ersten Treffer und auch darüber hinaus super geklappt.“

Nach dem Seitenwechsel wurde Halberstadt mutiger, der nächste Treffer gehörte dennoch dem SVW. Der eingewechselte Lars Timpe war erfolgreich (70.). Kurz vor dem Abpfiff belohnte sich der VfB für die engagierte Vorstellung mit dem 2:3, wenn auch aus stark Abseits verdächtiger Position. „Lob an Torschütze Lukas Ferchow“, so Köhler, „obwohl reklamiert wurde, hat er durchgezogen und das gut gemacht“. Mit dem Ergebnis war der Trainer nach Abpfiff zufrieden.

„Man hat gesehen, dass wir selbst gegen einen Verbandsligisten aus dem Männerbereich Räume schaffen können. Mit Mut kann man auch so eine Mannschaft zu Fehlern zwingen. Mit unserem variantenreichen Spiel klappte es. Das war mir auch in erster Linie wichtig, dass sich mein Team an die taktischen Richtlinien gehalten hat. Dadurch haben wir nach vorne eine gute Qualität verkörpert. Die Jungs haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Es gibt noch ein paar Baustellen, aber das ist völlig normal. Wir sind erst ein paar Wochen zusammen, das ist völlig normal.“

Seinem Team bleiben noch ein paar Tage mehr Zeit zum Intensivieren der Abläufe. Erst am 23. September wird das nächste Punktspiel (gegen die JSG Bennstedt/Großgräfendorf) angepfiffen.

Statistik

VfB Germania A-Junioren: Knothe - Gampe, Georg, Kläfker, Lehmann, Pannhausen, Meyer, Hartmann, Pust, Habel, Liese, Lisowski (Weber, Ferchow, Cernota, Grund, Hanke, Bochnia);

SV 1890 Westerhausen: Klötzer - Kreß, Kanter, Fricke, Eheleben, Borchardt, Stammer, Eggert, Frye, Stockhaus, Rathsack (Schröder, Weber, Heimlich, L. Timpe);

Torfolge: 0:1 Florian Eggert (11.), 0:2 Kai Rathsack (34.), 1:2 Jannis Lisowski (37.), 1:3 Lars Timpe (70.), 2:3 Lukas Ferchow (89.);

Schiedsrichter: Robert Gnade

Zuschauer: 50.