Stendal l Geht man nach der Vorsaison, dann ist die Partie Saxonia Tangermünde gegen den TuS Wahrburg am Sonnabend ein Spitzenspiel.

Besonders durch die ganz starke Rückserie und die namhafte Verstärkung im Sommer werden die Gäste in der Elbestadt mit der Favoritenrolle leben müssen. Beim 2:0-Sieg gegen Salzwedel setzten sie in der Vorwoche schon ein Achtungszeichen.

Saxonia mit Debakel zum Saisonstart

Wie auch in der Saison 2017/18 ist Saxonia Tangermünde ganz schlecht in die neue Spielserie gekommen. Die 1:6-Niederlage in Letzlingen war so sicher nicht eingeplant. Fehlen wird den Elbestädtern morgen Richard Liebisch, der gesperrt ist.

Des Weiteren erwartet Aufsteiger Germania Tangerhütte den Möringer SV. Für die Germanen wird es darum gehen, den Schwung des Endspurts aus Osterburg in diese Partie zu übertragen. Nach einem 1:3-Rückstand spielte Tangerhütte beim OFC noch 3:3. Völlig anders sieht die Lage beim Möringer SV aus. Die 1:8-Niederlage daheim gegen Krevese war schon fast eine Blamage. Die MSV-Verantwortlichen waren sich danach einig, dass so etwas nicht noch einmal passieren darf. Gesperrt bei den Möringern ist Armin Eggert.

OFC zu Gast in Grieben

Das dritte Ostaltmarkderby heißt SV Grieben gegen den Osterburger FC. Da sich die Griebener vor der Saison nicht verstärkt haben, wird es für sie ganz schwer, die Klasse zu halten. Was sie allerdings in die Waagschale werfen können, das ist ihr unbändiger Kampfgeist. Die favorisierten Osterburger dürften also gewarnt sein. Sie werden diese Partie sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Weiterhin ist der Kreveser SV Gastgeber für den SV Liesten. Dass die Liestener am zweiten Spieltag beim Tabellenführer gastieren, der zum Auftakt in Möringen mal eben mit 8:1 gewann, hätten sie wohl auch nicht gedacht. Daher sind die Gäste wohl umso mehr gewarnt.

„Das ist ein aggressives und kampfstarkes Team, das sich durchaus gut verstärkt hat. Ich erwarte schon ein enges Spiel“, äußert sich im Vorfeld SVL-Trainer Michael Piotrowski. Der rechnet aber damit, dass seine Mannschaft dazu gezwungen wird, das Spiel zu gestalten.

„Zehn, elf Mannschaften der Liga werden gegen uns hinten drin stehen und kontern. Wir müssen es gegen solche Gegner offensiv einfach besser lösen und unsere Chancen nutzen“, so Piotrowski. Beim 0:0 am ersten Spieltag gegen Arneburg sahen die Liestener, dass sie spielerisch noch Steigerungsbedarf haben.

Stammspieler fallen aus

„Daraus müssen wir unsere Schlüsse ziehen“, weiß Liestens Coach. Der muss definitiv auf die Mangrapp-Brüder René (Urlaub) und Steffen (Studium) sowie auch auf Torhüter Jonathan Gehrke verzichten. Dafür kehren aber Matthias Wiese und womöglich auch – sofern es seine lädierte Schulter zulässt – Pawel Kijewski in den Kader zurück. Mit einer schlagkräftigen Mannschaft und einer Steigerung gegenüber dem ersten Duell möchte der SVL dem Spitzenreiter auf dessen Platz also ein Bein stellen.

Weiterhin gibt es am 2. Spieltag der Landesklasse das westaltmärkische Derby zwischen Grün-Weiß Potzehne und Heide Letzlingen.