Hamburg (dpa) - Anders als drei Zweitliga-Konkurrenten tendiert Hannover 96 auch im Falle einer Niederlage beim Hamburger SV dazu, auf einen Protest wegen des HSV-Spielers Bakéry Jatta zu verzichten.

"Meine Empfehlung wäre es zurzeit, keinen Protest einzulegen", wird der Hauptgesellschafter der Niedersachsen Martin Kind von der "Hamburger Morgenpost" zitiert.

Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, doch Kind sagte: "Wenn man die menschliche Seite betrachtet und an den Spieler denkt, sollten wir eigentlich keinen Protest einlegen. Was da gerade vor allem mit dem Menschen Bakéry Jatta geschieht, ist sehr bedauerlich." Hannover spielt am Sonntag in Hamburg.

Nach einem Bericht der "Sport Bild" soll es Zweifel an der Identität des HSV-Stürmers Jatta geben. Der Fall beschäftigt auch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bunds. Der 1. FC Nürnberg, der VfL Bochum und der Karlsruher SC haben Einspruch gegen die Wertung ihrer Saisonspiele gegen Hamburg eingelegt. Darmstadt 98 hatte auf einen Einspruch verzichtet, "weil in unseren Augen offensichtlich kein bewusst unsportliches Verhalten seitens des Hamburger Sportvereins vorliegt", wie es in einer Stellungnahme des Vereinspräsidiums hieß.

Bericht der "Hamburger Morgenpost"