Leverkusen (dpa) - Eine Woche nach dem Ausscheiden aus der Europa League hat Bayer Leverkusens Clubchef Fernando Carro eine enttäuschende Saison-Bilanz gezogen.

"Wir brauchen uns nicht auf die Schulter zu klopfen, wenn wir unsere Ziele nicht erreicht haben", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Fußball-Bundesligisten dem "Kölner Stadtanzeiger" nach dem Viertelfinal-Aus gegen Inter Mailand.

"Die Corona-Pause im Frühjahr hat uns ganz offenbar geschadet, auch im Kopf. Davor hatten wir einen Lauf, die Mannschaft hat zu keinem Zeitpunkt an sich gezweifelt", sagte Carro. Am Ende wurde die Champions-League-Qualifikation verpasst und das Pokal-Endspiel verloren.

"Anspruch und Realität liegen bei uns auseinander. Man hat zwei Möglichkeiten: Den Anspruch zu senken, damit er näher an die Realität heranrückt. Oder man arbeitet daran, die Realität dem Anspruch anzugleichen", meinte Carro. "Und da habe ich eine klare Haltung: Den Anspruch werden wir nicht senken", sagte der 56-Jährige und forderte: "Wir müssen besser werden wollen."

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Bericht Kölner Stadtanzeiger (hinter Bezahlschranke)