Bremen (dpa) - Für die Verhältnisse von Union-Coach Urs Fischer war das fast schon eine Lobeshymne.

"Wenn du auswärts in Bremen zwei Tore schießt, dann muss die Leistung gut sein", sagte Berlins Trainer nach dem 2:0 (0:0) bei Werder Bremen, als er auf Doppeltorschütze Marius Bülter angesprochen wurde.

Fischer mag es nicht gerne, wenn nach Siegen seiner Mannschaft über einzelne Profis gesprochen wird. Weshalb er auch am Samstag sofort hinterher schob: "Es geht um die ganze Mannschaft."

Doch aus einem beeindruckend clever und abgeklärt auftretenden Team ragte im Weserstadion Bülter heraus. Beim 1:0 (52. Minute) war er in der Mitte einen Schritt eher am Ball als Werder-Kapitän Niklas Moisander. Beim zweiten Treffer (72.) reagierte er nach einem Abpraller gedankenschnell und stürmte danach in die picke packe volle Fankurve der Gäste.

Dort war die Stimmung natürlich bestens. Durch den hochverdienten Sieg hat der Aufsteiger bereits neun Punkte Vorsprung auf Platz 16, der am Ende die Relegation bedeuten würde. Doch übermütig werden die Berliner trotz der starken Zwischenbilanz noch nicht. "Das ist gut, aber wir dürfen kein Prozent nachlassen", sagte Abwehrchef Keven Schlotterbeck.

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