Berlin (dpa) - Herthas Offensivprofi Matheus Cunha droht wegen einer beleidigenden Äußerung in der Bundesliga-Partie gegen den 1. FC Köln ein juristisches Nachspiel.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes eröffnete ein Ermittlungsverfahren gegen den 21 Jahre alten Brasilianer. Matheus Cunha soll am Samstag den Kölner Co-Trainer Frank Kaspari nach einem Zwischenruf von der Bank mit einem englischen Schimpfwort beleidigt haben. Eine Entschuldigung erfolgte umgehend per Handschlag. Der Spieler muss den DFB-Ermittlern nun dennoch schriftliche Aussage über den Vorfall erstatten.

Nach dem 0:0 hatten sich bereits die Trainer beider Teams geäußert. "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wenn wir alles auf die Goldwaage legen, was Spieler und Trainer zwischendurch miteinander haben, machen wir das Spiel kaputt", sagte Hertha-Trainer Bruno Labbadia. Auch von Kölner Seite wurde der Vorfall nicht als gewichtig erachtet. "Wir sind alle keine Lämmer auf dem Sportplatz", sagte Trainer Markus Gisdol. Er wolle "nicht den Polizisten spielen."

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