München (dpa) - Stefan Effenberg hat die Fußball-Bundesligisten aus Dortmund und Mönchengladbach für ihren zögerlichen Umgang mit der Personalie Marco Rose kritisiert.

"Natürlich ist es für einen Spieler wichtig zu wissen, mit welchem Trainer gehen wir eigentlich in die neue Saison. Beide Vereine machen es nicht gut, weil sie kein klares Statement abgeben", sagte der ehemalige Gladbach-Profi und derzeitige TV-Experte in der Sport1-Sendung "Doppelpass".

Der BVB ist an einer Verpflichtung des Gladbacher Fußball-Lehrers für die kommende Saison interessiert. Der Vertrag von Rose läuft zwar bis 2022, enthält aber eine Ausstiegsklausel. "Er muss für sich selbst die Frage beantworten, ob ein Wechsel wirklich ein Schritt nach vorn ist. Aber ich bin mir sicher, dass er schon eine Entscheidung gefällt hat", kommentierte Effenberg.

Dass Rose selbst auf Fragen nach seiner Zukunft zuletzt mehrfach ausweichend geantwortet hat, findet Effenberg jedoch nachvollziehbar: "Es steht nirgendwo geschrieben, dass er sich äußern muss - weder heute noch morgen. Ich glaube, dass er es schlau macht, weil jetzt schwierige Spiele anstehen im Pokal gegen Dortmund und in der Champions League gegen Manchester City. Danach wird er uns die Antwort geben, wohin seine Reise geht."

Die Hängepartie um Rose erschwert nach Einschätzung von Karl-Heinz Riedle die Arbeit von BVB-Trainer Edin Terzic. "Für Terzic ist es eine wahnsinnig schwierige Situation. Er wird permanent konfrontiert mit der Frage, kommt Rose oder wie auch immer. Ich glaube, dass er ein Supertrainer ist", sagte der einstige Champions-League-Sieger mit dem BVB. Dessen Verbleib sei aber nur bei einer schnellen und stabilen Trendwende beim zuletzt schwächelnden Revierclub denkbar: "Es geht nur über Siege, und wenn die Mannschaft einen Lauf bekommen würde."

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