Leipzig (dpa) - Julian Nagelsmann wirkte tiefenentspannt und ließ bereits einige Tage vor dem Fest Weihnachtsmilde walten.

Trotz der eigentlich frustrierenden Nullnummer gegen den 1. FC Köln lobte der Trainer des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig seine Profis und blickte optimistisch auf das große Jahresfinale in Augsburg. "Die Jungs wollten, aber die geistige Frische war nicht in allen Phasen zu 100 Prozent da. Am Dienstag sollte sie da sein, denn im Pokal sollten wir weiterkommen und versuchen, ein richtig gutes Spiel abzuliefern", sagte der 33-Jährige.

Obwohl seine Spieler nach 20 Spielen in drei Monaten dringend eine Pause brauchen, sollte es ihnen an Motivation nicht fehlen. Schließlich verdanken sie es dem FCA, nicht schon nach dem Spiel gegen Köln in den Weihnachtsurlaub zu dürfen. Augsburg hatte sich strikt gegen eine Verschiebung des Pokalspiels ins neue Jahr ausgesprochen.

Spielerisch gibt es tatsächlich nur eine Sache, die RB am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) in Augsburg besser als am Samstag gegen Köln machen muss. Die Chancenverwertung war unterirdisch, allein Angeliño (33./36. Minute), Kevin Kampl (66.) und Willi Orban (72.) hätten das Spiel gegen defensiv bisweilen fahrlässige und offensiv harmlose Kölner entscheiden müssen. "Im Endeffekt hatten wir genügend Chancen, um das Tor zu machen und das Spiel zu entscheiden. Köln hat es gut gemacht, sie hatten offensiv aber kein Plan, keine Idee", sagte Orban.

Bei aller Leipziger Selbstkritik musste Nagelsmann nicht mehr viele Worte verlieren. Die Chancenverwertung mahnte er trotzdem an. "Wir sind eine der Mannschaften mit den meisten Torabschlüssen, doch bei der Chancenverwertung im unteren Drittel. Das ist nicht deckungsgleich", sagte der Coach. Daran müsse man arbeiten. "Allerdings weiß ich nicht wann, weil wir kaum Training haben." Zuletzt habe er im Sommer richtig trainieren können.

Der enge Terminkalender ist allerdings auch ein Beleg dafür, dass RB wieder ein richtig gutes Jahr gespielt hat. Nach den Erfolgen im Sommer zogen die Sachsen in der Champions League erneut ins Achtelfinale ein, liegen an Weihnachten in der Bundesliga nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Bayern München. "Wir haben über weite Strecken der Hinrunde sehr souverän gespielt und viele gute Ergebnisse erzielt. Wir hätten das letzte Heimspiel gerne gewonnen, aber unterm Strich können wir zufrieden sein", sagte Orban.

Dieses "herausragende Jahr" soll nun am Dienstag in Augsburg einen versöhnlichen Abschluss finden. Die Pokal-Erfahrung in Augsburg war zuletzt bestens. Im April 2019 siegte Leipzig nach Verlängerung im Viertelfinale und zog später ins Endspiel ein. Das dürfte auch in dieser terminbeladenen Saison das Ziel sein.

© dpa-infocom, dpa:201220-99-760944/2

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