San Sebastian (dpa) - Alexandra Popp hat sich erneut für den Aufbau von Frauenfußball-Abteilungen bei Lizenzvereinen der Männer-Bundesliga ausgesprochen.

Vor dem Champions-League-Finale der Frauen zwischen dem VfL Wolfsburg und Olympique Lyon in San Sebastian sagte die VfL-Kapitänin der "Bild am Sonntag", der Weg, den beispielsweise Borussia Dortmund jetzt mit der Bildung einer Frauen-Mannschaft gehen will, sei richtig. "Aber es gilt: Wenn, dann richtig. Es soll nicht nur irgendwas gemacht werden. Jedes 'Aber' muss dabei gestrichen werden und alle im Verein müssen dahinterstehen. Wenn das so kommt, kann es eine extrem spannende Zeit im Frauenfußball werden", sagte Popp.

Der bekennende BVB-Fan Popp plant allerdings keinen Wechsel. "Dass ich jetzt im neunten Jahr in Wolfsburg bin, spricht Bände. Mein Vertrag läuft bis 2023, davor will ich mich nicht verändern. Es ist nicht mein großer Traum, im Ausland spielen zu wollen", sagte die 29-jährige Nationalspielerin, die bei einem Erfolg des VfL gegen Lyon zum zweiten Mal nach 2013 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League mit den Wölfinnen gewinnen würde.

Der Frauenfußball in Deutschland entwickelt sich in den Lizenzvereinen der Männer-Bundesliga noch relativ langsam. Vorreiter sind Wolfsburg, Bayern München, mittlerweile auch Freiburg und Hoffenheim. Eintracht Frankfurt hat im Sommer den früheren Serienmeister 1. FFC Frankfurt übernommen, Dortmund plant eine Frauen-Abteilung ähnlich wie der FC Schalke 04. Welche Möglichkeiten für die Entwicklung des Frauenfußballs unter dem Dach großer Clubs bestehen, zeigt das Ausland. Olympique Lyon und Paris Saint-Germain sind europäische Spitze wie mittlerweile auch Manchester City und die FC Arsenal Ladies aus England sowie der FC Barcelona und Atletico Madrid aus Spanien.

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