Frankfurt/Main (dpa) - DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht die zuletzt überragenden Leistungen von Thomas Müller nicht als Argument für eine Rückkehr des Angreifers zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

"Innerhalb des Trainerstabs gab und gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine konkrete Diskussion über eine Rückholaktion", sagte der 52-Jährige der "Sport Bild" über Forderungen, Müller nach der starken Saison und dem Triple-Gewinn mit dem FC Bayern München wieder für die Nationalelf zu nominieren. Müller war von Bundestrainer Joachim Löw wie die beiden weiteren Weltmeister Jérôme Boateng und Mats Hummels aussortiert worden.

"Wir fokussieren ab September die nächste Etappe im Neuaufbau unserer Mannschaft, die jungen Spieler haben unser Vertrauen bisher zurückgezahlt und sollen weiter wachsen", sagte Bierhoff. "Wir haben uns für einen Weg entschieden. Das hat nichts mit Sturheit zu tun. Wir sind von diesem Weg überzeugt, und die Nationalmannschaft hat im vergangenen Jahr eine gute Entwicklung genommen."

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