Berlin (dpa) – In der offenen Frage um einen Stadion-Neubau für Hertha BSC oder den Umbau des Olympiastadions liegen weiter beide Varianten auf dem Tisch.

Sowohl ein neues Stadion als auch die Neu-Gestaltung der altehrwürdigen Arena würden als "technisch realisierbar" erachtet, teilten der Berliner Fußball-Bundesligist und die Senatsverwaltung für Inneres und Sport nach einem Treffen gemeinsam mit. Der Hauptstadtclub präsentierte dabei aktualisierte Pläne für den bevorzugten Neubau, der mit Blick auf den Denkmalschutz auf dem Gelände des Olympia-Park angepasst wurde.

Hertha-Präsident Werner Gegenbauer wertete das Treffen positiv. "Das ist ein guter Tag für Hertha BSC", sagte der Clubchef. "Wir respektieren den Standpunkt des Senats, der beide Lösungen für technisch machbar hält. Für Hertha BSC ist der Neubau die eindeutig bessere Lösung."

Hertha und der Senat verhandeln seit Juli 2017 über eine Lösung, nachdem der Verein verkündet hatte, bis 2025 in einer neuen Arena seine Heimspiele austragen zu wollen. Der Senat hatte einen Umbau des Olympiastadions prüfen lassen, der unter anderem eine Absenkung des Spielfelds vorsieht. Dabei würde die Leichtathletik-Laufbahn verschwinden - könnte aber temporär wieder errichtet werden. "Aus Sicht des Landes Berlin muss die Wirtschaftlichkeit des Olympiastadions auch in Zukunft gewährleistet sein", sagte Innensenator Andreas Geisel.

Beide Varianten sollen nun finanziell und sportpolitisch bewertet werden. Geisel will sie am 18. Mai im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses präsentieren. Wann eine Entscheidung fällt, ist noch offen.

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