Bad Oeynhausen (dpa/tmn) - Bei kalten Temperaturen fangen wir uns schneller einen Infekt ein. "Der ganze Stoffwechsel ist langsamer", erklärt Anke Richter-Scheer, Hausärztin in Bad Oeynhausen.

"Dadurch bietet man mehr Angriffsfläche für die Viren. Auch die Immunabwehr ist bei Kälte schlechter." Warm anziehen lautet deshalb die Devise - nicht nur, um unangenehmes Frieren zu verhindern.

Der ganze Körper sollte dabei warm eingepackt sein. Ein Großteil der Körperwärme wird allerdings über die verhältnismäßig große Fläche des Kopfes abgegeben. "Gerade diejenigen, die weniger Haare haben, sollten eine Kopfbedeckung aufsetzen", rät Richter-Scheer. Empfindlich ist auch der Hals: Durch ihn wird die kalte Luft eingeatmet. "Am Hals ist kaum Fettgewebe, liegt er dann auch noch frei, wird er schnell kalt."

Am besten ist Kleidung, die nicht nur wärmt, sondern gleichzeitig auch durchlässig ist - etwa Baumwolle. So gibt es keinen Wärmerückstau. Wird die Kleidung durch extremes Schwitzen feucht, steigt in der Kälte wieder die Gefahr eines Infekts.

Das eigene Wohlbefinden ist in der Regel eine gute Richtschnur: Wer schwitzt, müde wird oder einen roten Kopf bekommt, ist vermutlich eher zu dick angezogen. Wer friert und bibbert, sollte noch etwas überziehen. "Die wichtigen Organe müssen durchblutet sein", sagt die Hausärztin. "Alles andere geht auf Sparflamme. Deshalb werden zum Beispiel die Hände und Füße kalt."