Magdeburg l Moritz Preuss hat es leid, hinter der Mannschaft zu stehen. „Das ist wirklich schrecklich“, sagt der Kreisläufer des SC Magdeburg. Seit seinem Kreuzbandanriss im Juli 2019 befindet sich der 24-Jährige im Aufbautraining. Bei den Heimspielen seiner Mannschaft nimmt er hinter der Bank Platz. „Einige halten mich eventuell ja für einen zusätzlichen Physiotherapeuten“, meint Preuss und lacht. Aber nicht nur wegen der Verwechslungsgefahr soll sich das möglichst bald ändern, sondern auch weil Preuss jetzt einfach lang genug warten musste.

Den VfL Gummersbach hätte er gerne schon ein Jahr früher in Richtung Magdeburg verlassen. Jetzt war es in diesem Sommer so weit, dann warf ihn die Verletzung zurück. „Die Saisoneröffnung habe ich in meiner Wohnung auf dem Sofa verfolgt“, erinnert er sich, „es wird Zeit, dass ich mich hier in der Halle richtig vorstelle.“

Und das ist „in absehbarer Zeit“ durchaus möglich. „In diesem Jahr auf jeden Fall noch“, betont Preuss. Davon, eine bestimmte Partie anzuvisieren, in der er spielen wird, hat er aus zwei Gründen Abstand genommen. Zum einen, weil er sich nicht unter Druck setzen will. „Das Knie spielt bislang gut mit, aber ich will auch nichts erzwingen“, erklärt er. Zum anderen, weil ihn ein gesetztes Datum auch nicht hemmen soll: „Wenn ich mich schon bereit fühle, aber der Tag x noch nicht gekommen ist, hemmt mich das vielleicht.“

Zeitpunkt bislang unbekannt

Auch wenn der genaue Zeitpunkt der Rückkehr somit im Ungewissen bleibt, ist es dennoch eine positive Entwicklung. Nach der ersten Diagnose Kreuzbandriss waren die Verantwortlichen beim SCM ja noch von einer Ausfallzeit bis zum Saisonende ausgegangen. Dadurch, dass es sich aber nur um einen Anriss handelt und eine Operation nicht nötig war, änderte sich die Prognose. Zur Erleichterung von Preuss.

„In den ersten drei Wochen, nachdem ich mir die Verletzung zugezogen hatte, hätte es so oder so ausfallen können“, berichtet er, „aber dann stand definitiv fest, dass ich nicht operiert werden muss.“

So war Preuss zwei Wochen auf Krücken unterwegs und konnte vier, fünf Wochen nicht beim Mannschaftstraining mitmachen. In der Physiotherapie versuchte er, so schnell wie möglich wieder Stabilität in sein linkes Knie zu bringen. Seit vergangener Woche ist im Training jetzt auch wieder leichter Körperkontakt erlaubt. „Und bisher hat sich das Knie überhaupt nicht bemerkbar gemacht“, zeigt sich Preuss zufrieden.

Bald wird er also beim SCM nicht mehr hinten stehen, sondern mittendrin sein. „Zum Glück, denn du willst ja in guten wie in schlechten Zeiten bei der Mannschaft sein“, sagt Preuss.

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