Berlin (dpa) - "Kopfplatzen" nimmt sich eines schwierigen Themas an: Es geht um Pädophilie. Markus ist ein allein stehender Endzwanziger, attraktiv, Architekt, seine Wohnung stilvoll eingerichtet.

Markus aber, das verbirgt der Film keine Minute lang, Markus steht auf kleine Jungen: Eine riesige Regalschublade hat er, randvoll gefüllt mit selbst aufgenommenen Bildern teils leicht bekleideter Jungen. Er schaut sich nicht nur regelmäßig im Netz entsprechende Filme an, im Hallenbad fotografiert er Jungs in Badehose. Die von Max Riemelt ("Freier Fall", "Die Welle") mit so reduzierten wie zugleich sehr eindringlichen darstellerischen Mitteln verkörperte Hauptfigur ringt über die gesamte Länge des Dramas mit ihrer Sexualität.

Kopfplatzen, Deutschland 2019, 99 Min., FSK ab 16, von Savas Ceviz, mit Max Riemelt, Oskar Netzel, Isabell Gerschke

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