Berlin (dpa) - Die Politikkarriere ist abgehakt, jetzt steht für Arnold Schwarzenegger (68) wieder die Schauspielerei im Vordergrund - und er hat unglaublichen Spaß daran, wie er kürzlich der malaysischen Zeitung The Star verriet.

Als Terminator versprach er: Ich komme wieder - und jetzt ist er wieder da. Vor 30 Jahren schlüpfte Schwarzenegger das erste Mal in seine wohl berühmteste Rolle, 30 Jahre später ist er dessen nicht müde. Und austeilen kann er immer noch - davon kann man sich in Terminator: Genisys (jetzt auf DVD/Blu-ray) überzeugen.

Überfordert hat er sich dabei nie gefühlt: Ich kann alles machen, was mit Action, Kämpfen und Stunts und all dem zu tun hat. In diesem Film gab es nichts, wo ich gedacht habe, das ist zu viel, ich kann das nicht, jemand anders muss das machen, sagte im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur zum Kinostart.

Für gereifte Action-Helden läuft es momentan recht gut: Bruce Willis, Liam Neeson, Sylvester Stallone oder auch Harrison Ford - alle sind als Haudraufs ganz gut im Geschäft. Jetzt schließt auch Arnie zu ihnen auf. Einen neuen Spruch hat er auch mitgebracht: I'm old but I'm not obsolete - alt, aber nicht überflüssig.

Los geht es im Jahr 2029, als Roboter-Maschinen längst die Menschheit unterworfen haben und über die Welt herrschen. Der charismatische John Connor aber probt mit anderen Rebellen erfolgreich den Aufstand und will die Vormacht der Maschinen brechen. Die Roboter jedoch haben längst einen Killer - den Terminator - in die Vergangenheit geschickt, um zu verhindern, dass Connor überhaupt geboren wird. Seine Mutter ist also in größter Gefahr und deswegen reist der junge Kämpfer Kyle ins Jahr 1984, um die Frau zu retten. Doch da ist nichts wie erwartet...

Wenn dann noch eine weitere Zeitebene dazukommt, verliert man leicht den Überblick, was wann wo genau passiert. Aber wirklich wichtig ist das auch nicht, um der Geschichte von Terminator: Genisys folgen zu können. Stattdessen sorgen gerade diese verschiedenen Zeitebenen für die originellsten Momente: Wenn etwa Kyle seinem Alter Ego im Kindesalter gegenübersteht oder der erwachsene Connor seine noch nicht einmal schwangere Mutter begrüßt.

Vor allem aber ist es das Zusammentreffen der verschiedenen Schwarzenegger-Figuren, das für einiges Augenreiben sorgt. Schließlich hatte der Terminator im ersten Film noch den Auftrag zu töten. Seitdem aber ist er auf die Seite der Guten geschwenkt - und deswegen löscht der gealterte Terminator kurzerhand sein böses, jüngeres und deutlich muskulöseres Ich aus.

Die überwältigende Wucht der ersten beiden Terminator-Filme hat das neue Schwarzenegger-Abenteuer zwar nicht mehr, aber als kurzweiliger Spaß mit viel Action und schönen Tricks funktioniert der Film von Alan Taylor (Game of Thrones) allemal.

Terminator: Genisys