Architektur der Moderne "Akropolis für Halle" - Gropius-Schau eröffnet
Halle (dpa). Im Kunstmuseum Moritzburg in Halle ist am Samstag eine Ausstellung mit Architektur-Entwürfen des Bauhaus-Gründers Walter Gropius (1883-1969) für die Stadt eröffnet worden. In der Schau werden erstmals seit 80 Jahren Pläne von insgesamt sechs Architekten der Moderne zu sehen sein.
Mit seinen Ideen für die Stadt Halle nahm Gropius an einem Architekturwettbewerb im Jahr 1927 teil. Nach den Gropius-Entwürfen sollte in den 1920er Jahren auf einem Felsen am Saaleufer ein neues urbanes Zentrum mit Stadthalle, Stadion und Museum entstehen. Dazu kam es aber wegen der Wirtschaftskrise nicht. Gropius fiel mit seinem spektakulären Entwurf unter dem Motto "Hängende Gärten" durch. Die Presse nannte seine Idee "Akropolis für Halle".
Wären die Pläne umgesetzt worden, wäre Halle heute nach Ansicht von Experten eine Pilgerstätte der Architektur der Klassischen Moderne. Sie würde in einem Atemzug mit den Bauhausstätten Weimar und Dessau genannt werden.
Unter dem Motto "Eine Stadtkrone für Halle Saale - Walter Gropius im Wettbewerb" werden bis zum 9. Oktober insgesamt 35 Originale und Reprints gezeigt. Die Stücke waren laut Stiftung Moritzburg in Nachlässen, in Archiven und Museen aufgestöbert worden.