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Riesige Bilder sollen ab 10. Juli das Trennende von Grenzen zeigen / Fotograf reiste dafür um die Welt Ausstellung mit Mauer-Fotos an der East Side Gallery

01.07.2013, 01:25

Berlin (dpa) l Zur Berliner East Side Gallery mit ihren bunten Mauerbildern kommen Touristen aus aller Welt. Nun soll auch die andere Seite der einstigen Hinterlandmauer Besucher anziehen. Dort wird am 10. Juli unter freiem Himmel eine Ausstellung mit riesigen Fotos eröffnet. Auf der Rückseite der original erhaltenen Mauer werden auf einer Länge von rund 360 Metern Aufnahmen von Grenzanlagen in aller Welt zu sehen sein.

Der Fotograf Kai Wiedenhöfer dokumetierte beispielsweise Grenzen zwischen Nord- und Südkorea sowie den USA und Mexiko. Seit 2006 sei er dafür unterwegs gewesen, sagt er. Den Fall der Berliner Mauer 1989 habe er ebenso im Bild festgehalten. Auch dieses historische Ereignis solle bei der Ausstellung gewürdigt werden.

Zu seinem Anliegen sagte der Fotograf, er wolle deutlich machen, dass politische Konflikte nicht mit Mauern zu lösen seien. Eine Ausstellung an der Berliner Mauer sei sein Traum gewesen, so der 47-Jährige. Die Fotos über acht Grenzen sind auch in dem Band "Confrontier" erschienen.

Für das zeitlich befristete Projekt fließe unter anderem Geld aus EU-Kassen. Die 36 großflächigen Bilder sollen bis September auf der einstigen Hinterlandmauer gezeigt werden. Sie werden geklebt. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat die Schau genehmigt. Nach Medienberichten hatten Künstler der East Side Gallery die geplante Schau zuvor kritisiert. Sie wollten demnach, dass die Rückseite ihrer Mauerbilder frei bleibt.