Berlinale-Finale mit Gérard Depardieu
Weintrinken mit Gérard Depardieu, Filme aus dem Iran und Polen: Die Berlinale neigt sich ihrem Ende zu.
Berlin (dpa) - Bei der Berlinale werden am Freitag die letzten beiden Filme im Wettbewerb vorgestellt. Außer Konkurrenz läuft die französische Komödie Saint Amour mit Gérard Depardieu - es geht um ein Männertrio auf Weinreise.
Der Tag im Überblick:
Im WETTBEWERB ist der polnische Filmemacher Tomasz Wasilewski mit Zjednoczone Stany Milosci (United States of Love) dabei. Er porträtiert vier Frauen in einer Provinzstadt. Aus dem Iran kommt Ejhdeha Vared Mishavad! (A Dragon Arrives!) von Mani Haghighi. Angekündigt ist der Film als absurd-groteske Versuchsanordnung. Die Bären-Trophäen werden am Samstagabend verliehen. Jurypräsidentin ist dieses Jahr Meryl Streep.
SAINT AMOUR des Regieduos Gustave Kervern und Benoît Delépine klingt nach einem richtigen Depardieu-Film: Der Titel lautet wie ein berühmter Beaujolais. Depardieu (67) hat selbst Erfahrung als Winzer. Das Festivalprogramm verspricht eine lebenspralle Hommage auf die guten Tropfen wie auf die sogenannten einfachen Leute. Genau hingucken: Der Schriftsteller Michel Houellebecq soll einen Gastauftritt haben.
Am Abend feiert der TEDDY AWARD seinen 30. Geburtstag. Der schwul-lesbische Filmpreis ist traditionell eine der größten Partys der Berlinale. Die Auszeichnung würdigt Produktionen aus dem Festivalprogramm, die sich auf besondere Weise mit schwulen und lesbischen Themen befassen.