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Die Promi-Geburtstage vom 27. Oktober 2015: John Cleese

26.10.2015, 23:01
Der Kopf der Monty-Python-Truppe, John Cleese, scheint auch im Alter selten um einen Witz verlegen zu sein. Foto: Tracey Nearmy
Der Kopf der Monty-Python-Truppe, John Cleese, scheint auch im Alter selten um einen Witz verlegen zu sein. Foto: Tracey Nearmy AAP / EPA FILES

Berlin (dpa) - Die Scheidung von seiner dritten Gattin kam dem Schauspieler und Komiker John Cleese teuer zu stehen - und brachte ihm eine späte Erkenntnis.

Er habe römisches Recht und Verfassungsrecht studiert, sagte der Brite im Mai in einem Interview mit den Potsdamer Neuesten Nachrichten. Besser wäre Familien- und Vertragsrecht gewesen, dann hätte er die Fußangeln des Scheidungsrechts eher gesehen.

20 Millionen Dollar habe ihn das Aus gekostet, sagte Cleese. Heute wird er 76, bekannt geworden ist er auch in Deutschland mit der Komikertruppe Monty Python und der Fernsehserie Fawlty Towers. Die Filme Das Leben des Brian (1997) und Die Ritter der Kokosnuß (1975) laufen bis heute immer wieder im Fernsehen, die Sketch-Serie Monty Python’s Flying Circus ist nicht nur in Großbritannien Kult. Diese und andere Erfolge haben sich auch finanziell ausgezahlt.

Nach seiner letzten Scheidung habe er aber viel verloren, die Ranch in Kalifornien verkaufen müssen, das Strandhaus, ein Apartment in London, eines in New York und das Büro in Santa Barbara. Hinzu komme die Kunstsammlung. Aber er habe ja eh keine Wände mehr, um die Bilder aufzuhängen.

John Cleese ist seit August 2012 mit einer 31 Jahre jüngeren Frau verheiratet. Es ist seine vierte Ehe. Einen Ehevertrag habe er nicht geschlossen. Und wenn die Ehe wieder scheitert? Die schwarzhumorige Antwort: Wenn es dieses Mal nicht klappt, werde ich mich umbringen.

Witze über Tod und Sterben macht er gern. Es klingt fast, als würde er sich darauf freuen. Die meisten der besten Leute sind tot - ich werde in hervorragender Gesellschaft sein und eine wundervolle Zeit haben, sagte der Komiker im vergangenen Jahr dem Daily Mirror. Und bei einer Twitter-Fragestunde verriet er seinen Fans: Es gibt einige Leute, die ich ermorden will. Aber ich will sie nicht vorwarnen.

Wegen seines Alters will er künftig kürzertreten. Große Filmprojekte sind dem Regisseur von Ein Fisch namens Wanda (1988) inzwischen zu anstrengend, wie er einmal dem Mirror sagte. Dennoch mischt er weiterhin im Filmbusiness mit, wie Imdb.com zu entnehmen ist, und sei es nur als Sprecher in einigen Animationsfilmen. Und Albernheiten hat er auch noch genug im Kopf: Der Nachwelt empfiehlt er auf jeden Fall mehr lustige Hüte, mehr seltsames und unerklärliches Benehmen, mit mehr weichem Obst zu werfen und mehr irritierende Haarschnitte.